Weitere Projekte von Andri Magnason
Das Buch "Dreamland" wurde verfilmt und feierte seine internationale Premiere beim Dokumentarfilmfestival im November 2009 in Amsterdam. Nur wenige Tage später präsentierte die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. den Film erstmalig in Deutschland im Studio des Künstlers Olafur Eliasson in Berlin. Eliasson, der 2005 den Henrik-Steffens-Preis der Stiftung erhielt, drückte seine Verbundenheit mit dem Engagement Magnasons aus. Die Rückschau auf den Abend, verfasst von Christoph Stölzl, lesen Sie hier.
Lights off – Stars on: Nach einer Idee Magnasons genehmigte der Stadtrat von Reykjavik und der angrenzenden Gemeinden am 28.09.2006 von 22:00 bis 22:30 Uhr alle Stadtlichter auszuschalten. Während dieser Zeit erklärte via Radio ein renommierter Astronom die Sterne und deren Konstellationen. Diese Aktion sollte nicht auf das Problem der globalen Erwärmung aufmerksam machen, denn alle öffentlichen Lichter der Stadt werden durch CO2-neutrale Energie generiert. Vielmehr sollte die Aktion darauf aufmerksam machen, dass wir die erste Generation ohne Zugang zu einem echten Sternenhimmel sind. Das Universum als primäre Inspiration für Wissenschaft, Religion, Kunst und Philosophie gehe den Menschen verloren.
Gemeinsam mit Rosa Thorsteinsdottir veröffentlichte Magnason eine CD mit Aufnahmen alter traditioneller isländischer Folkmusik (1998). Die Lieder wurden im ganzen Land zusammengetragen und wurden direkt auf den Bauernhöfen, in den Stuben der Großmütter und Fischerdörfern aufgenommen. Dieses Projekt zielte darauf ab, dem Vergessen der reichen traditionellen isländischen Musik Einhalt zu gewähren. Aufgrund der isolierten Lage des Landes konnte sich tausend Jahre lang eine eigenständige isländische Musik entwickeln. Mit der Öffnung Islands zu Europa, gewannen schnell die neuen Einflüsse die Oberhand und die traditionelle isländische Musik verschwand fast gänzlich in der öffentlichen Wahrnehmung.
Im Juni 2008 fand auf Initiative Magnasons in Kooperation mit Björk und Sigur Rós das Náttúra-Festival in Reykjavik statt. – ein eintrittsfreies Openair-Event, das auf den drohenden Verlust weiter Teile der bis dahin unberührten Natur Islands aufmerksam machte. An dem Festival nahmen 30.000 Leute teil, d.h. ein Zehntel aller Isländer.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage von Andri Magnason.
