Die Brauer-Preisträger 2011: ImPuls-Mitte und Joachim Lux

Quartalstreffen von ImPuls-Mitte

Die Bürgerplattform ImPuls-Mitte

gründete sich im November 2007 im Stadtgebiet Hamm/Horn. Nach der Idee des Community Organizing  taten sich unterschiedlichste Menschen und Gruppen aus beiden Stadtteilen zusammen: Kirchengemeinden und Moschee, Sportverein und Pfadfinder, Hochschule und Familienbildung, Verkehrsclub, aktive Bürger u. a.  Alles beginnt damit herauszufinden, was die einzelnen Menschen bewegt, welcher Ärger sie um-, welche Vision sie antreibt, um sie dann zu ermutigen, diese persönliche Sicht mit anderen zu teilen. Überparteilich und unabhängig, aber miteinander solidarisch, setzen sich die Mitglieder der Bürgerplattform ImPuls-Mitte für spürbare Verbesserungen in ihren Stadtteilen ein: Sie erarbeiten konkrete Lösungsvorschläge und verhandeln diese mit den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung. Erreicht haben sie z.B. den Bau einer barrierefreien Rampe, die Umsetzung eines speziellen Hausaufgabenprojektes für Eltern und Kinder, Verbesserungen in Parkanlagen und Maßnahmen für mehr Sicherheit im Wohnquartier. Und nicht zuletzt: ein Stück lebendiger Demokratie.

Joachim Lux

Joachim Lux

geboren1957 in Münster, ist seit Sommer 2009 Intendant des Thalia Theaters Hamburg. Zuvor war er seit 1999 zehn Jahre lang Mitglied der künstlerischen Direktion des Wiener Burgtheaters. Neben der Arbeit mit den wesentlichen Regisseuren des zeitgenössischen Theaters und der Zusammenarbeit mit herausragenden Gegenwartsautoren wie Elfriede Jelinek, Gert Jonke, Tankred Dorst, Händl Klaus, Vladimir Sorokin u.a. ist für ihn besonders wichtig, das Theater auch als Ort sozialer und gesellschaftlicher Kommunikation zu be­greifen. Ganz in diesem Sinne geht das neue Thalia-Festival von der für Hamburg zentralen literarischen Gestalt Lessing aus und versucht, seine im 18. Jahrhundert entstandene Vision von einer kosmopolitischen Gesellschaft für heute zu denken. Die Lessingtage sind ein Themen­festival, das sich spielerisch und diskursiv, unter Einbeziehung vieler Initiativen in der Stadt, der zentralen Aufgabe unseres Jahrhunderts widmet.

Die Preisverleihung fand am 31.08.2011 in der Fabrik der Künste in Hamburg-Hamm/Süd statt.

Laudator Dr. Mark Terkessidis
Musiker Bernd Winterschladen, Oliver Steller und Dietmar Fuhr
Ansgar Wimmer mit den Preisträgern Anita Hüsemann und Joachim Lux

Hamburger Max-Brauer-Preis

für Verdienste um das kulturelle, wissenschaftliche und geistige Leben Hamburgs

Der mit 15.000 Euro dotierte Hamburger Max-Brauer-Preis wird seit 1993 an Persönlichkeiten und Einrichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen. Er ermutigt Akteure, die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen. Über die Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers entscheidet ein unabhängiges Kuratorium.


Kuratorium des Hamburger Max-Brauer-Preises

Ministerin a. D. Marianne Tidick (Vorsitzende)
Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Fakultät Geisteswissenschaften, Uni Hamburg
Sabine Rossbach, Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg, NDR
Cord Sürie, Bank Julius Bär Europe AG, Leiter der Niederlassung Hamburg
Michael Wendt, Geschäftsführer des Stadt-und Kulturteilzentrums MOTTE

  

Geschichte des Preises

Der Hamburger Max-Brauer-Preis wird seit 1992 vergeben und ist der letzte Preis, den der Stifter geschaffen hat. Der Preis ist dem Andenken Max Brauers (1887-1973), dem bedeutenden letzten Oberbürgermeister von Altona vor 1933 und Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg nach 1946 gewidmet.