Herder-Preis

Der Herder-Preis gehörte seit 1963 zu den bedeutendsten Kulturpreisen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. Er war gewissermaßen das osteuropäische Pendant für die westeuropäischen Kulturpreise wie Shakespeare-, Steffens- und Montaigne-Preis. Er diente der Pflege und Förderung der kulturellen Beziehungen zu den Ländern des europäischen Ostens. Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Weissrußland, Serbien, Montenegro, Jugoslawien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Albanien, Mazedonien und Griechenland, die beispielhaft zur Erhaltung und Mehrung des europäischen Kulturerbes beigetragen haben. Wesentlich war dabei die schöpferische Leistung auf dem Gebiet der Künste und Geisteswissenschaften.

Der Preis wurde jährlich an sieben Preisträger aus den genannten Ländern des europäischen Ostens vergeben. Jeder Einzelpreis war mit 15.000 Euro dotiert und mit einem Stipendium verbunden, das einer vom Preisträger vorgeschlagenen begabten Nachwuchskraft ein Studienjahr an einer Wiener Hochschule ermöglicht.

Dem Kuratorium für die Herder-Preise gehörten zuletzt an:
Prof. Dr. Artur Rosenauer, Wien (Vorsitzender); Prof. Arch. Hans Busso von Busse, München (Stellv. Vorsitzender); Prof. Dr. Peter Baum, Linz; Prof. Dr. Konstanze Fliedl, Salzburg; Prof. Dr. Jochen Dieter Range, Greifswald; Prof. Dr. Ulrike Jekutsch, Greifswald; Prof. Dr. Hartmut Krones, Wien; Prof. Dr. Klaus Roth, München; Prof. Dr. Arnold Suppan, Wien; Prof. Dr. Wolfgang Dahmen (Görlitz), Prof. Dr. Georg Winckler, Rektor der Universität Wien (beratend)

Dieser Preis wurde im Jahr 2006 zuletzt verliehen.