Kontakt

Ricarda Luthe

Tel: +40 / 33 402 – 16
luthe(at)toepfer-fvs.de

Vergangene Ausstellungen


27. November 2012 bis 22. Februar 2013

Punkt ohne Wiederkehr

Vernissage: Dienstag, 27. November 2012, 18.00 Uhr

Ort: Galerie im Georgshof / Georgsplatz 10 / 20099 Hamburg

Begrüßung: Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und
Andrzej Osiak, Generalkonsul der Republik Polen Hamburg

Einführung: Agnieszka Koscielniak-Osiak im Gespräch mit der Künstlerin

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit von Natalia Załuska steht die Beschäftigung mit dem malerischen Raum sowie mit den Möglichkeiten und Grenzen des ausgewählten Mediums. Sie greift in ihrer Malerei oft auf dieselben Motive zurück: Linien, Dreiecke, Farbflächen. Ihr Ansatz ist abstrakt. Unterschiedliches Bildmaterial und wirklichkeitsnahe Zusammenhänge sind jedoch relevant für die Entstehung ihrer Arbeiten. Ihre malerische Reflexion spiegelt sich im Umgang mit dem Bildträger und der Farbe wieder. Oft beziehen sich die bearbeiteten Themen auf die Tradition der Moderne in Kunst und Architektur.

In der Ausstellung „Punkt ohne Wiederkehr“ konzentriert sich Natalia Załuska auf kleinformatige Arbeiten. Diese entstehen häufig als „Proben“, die den großformatigen Arbeiten vorangehen und somit eine Art ganz persönlichen und intuitiven Tagebuchs bilden.

Natalia Załuska, 1984 in Krakau geboren, ist Absolventin des Studiengangs Kunstgeschichte an der Jagiellonen-Universität in Krakau mit dem Schwerpunkt  Avangarde-Fotografie. Seit 2008 studiert sie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Klasse von Professor Daniel Richter und Prof. Lisa Ruyter. Ihre Werke wurden bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Polen und Österreich gezeigt. 2011 war sie Artist in Residence, CCA Andratx, Zentrum für zeitgenössische Kunst auf Mallorca, Spanien.

Natalia Załuska ist Herder-Stipendiatin der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. 2011-2013


18. September bis 16. November 2012

HAVARIEBÜRO

AN DECK! sein oder nicht - Ein Projekt für die Hamburger Kunsthalle

Eine Ausstellung von Ellen Kobe.

Vernissage: Dienstag, 18. September 2012, 18.00 Uhr

Ort: Galerie im Georgshof / Georgsplatz 10 / 20099 Hamburg

Begrüßung: Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Bei hohem Wellengang hängt alles von einer guten Besatzung ab, dem Funktionieren von Gemeinschaft. Das Schiff wird dabei zum Bild für die politische Ordnung im Ganzen.

AN DECK! ist der Entwurf für ein Ausstellungsprojekt, in dessen Zentrum eine Raum-Verschiebung in Hamburg steht. Internationale Künstler verwandeln mit ihren Kunstwerken das Architektur-Ensemble der Hamburger Kunsthalle in die MS „Europa“, Kreuzfahrtschiff der Hapag-Lloyd.

HAVARIEBÜRO! ist Vorbote, Modellanordnung und Projektbiografie des 2003 initiierten Ausstellungs- und Veranstaltungsvorhabens AN DECK! Wie in einer Plankammer werden die Entstehungs- und die Ideengeschichte des Projekts gezeigt. Zugleich werden theoretische und performative Ansätze vermittelt, die AN DECK! einerseits vorbereiten, andererseits bereits einen Teil der Projektrealisierung ausmachen.

Nachdem 2010 die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle teilweise geschlossen war, stellt sich die Frage nach den zukünftigen Krisen. Was folgt auf den Warnschuss vom Leuchtturm der Hamburger Hochkultur? Ist das Museum, Bildungsort und Wertungsmaschine aus der Zeit aufstrebender Bürgerlichkeit, zu groß, zu schwer, zu teuer geworden? Wohin geht die Fahrt mit der anwachsenden Kunstfracht?

Im HAVARIEBÜRO! diskutieren wir, was das Museum als Ort der Präsentation kultureller Identität der Stadt und des Staates bedeutet und welche Perspektiven für das Funktionieren von Institutionen aus kulturhistorischer und gesellschaftspolitischer Sicht entwickelt werden können.

Weitere Informationen finden Sie hier



08. Mai bis 20. Juli 2012

7 auf einen Streich
Contes. Märchen. Eventyr. ска́зoк. Fairytales. Pohádek. Baśni.

Vernissage: Dienstag, 08. Mai 2012, 18.00 Uhr

Ort: Galerie im Georgshof / Georgsplatz 10 / 20099 Hamburg

Begrüßung: Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Einführung: Prof. Dr. Klaus Roth, Universität München, Mitherausgeber Enzyklopädie des Märchens

»Ein Märchen hat seine Wahrheit und muss sie haben, sonst wäre es kein Märchen.« Johann Wolfgang von Goethe

Märchen sind Vermittler. Seit Jahrhunderten leisten sie in der Erzählkultur einen entscheidenden Beitrag zur Vermittlung von Werten und Moral. Ihre Faszination liegt insbesondere darin, dass sie kulturübergreifend Kinder wie Erwachsene erreichen und die Fantasie anregen.
Märchen vermitteln Geschichte. Zunächst von wandernden Erzählern in mündlicher Form weitergegeben, sind sie heutzutage ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Gedächtnisses und ein Stück erzählte Geschichte. Auch in Kunst, Film und Musik dienen sie immer wieder als inspirierende Vorbilder.

Märchen vermitteln Mut. Unter dem Aspekt der aktuellen Gegenwartsfrage der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. „Was macht Mut?“, zeigt die Ausstellung 7 Märchen aus 7 europäischen Ländern. Auch in ihnen geht es um Mut und Mutlosigkeit, Angst und Zuversicht. Der Betrachter begibt sich auf eine Reise durch die Welt der Märchen und erhält neben einer bezaubernden Sammlung von unterschiedlichen Kunstwerken wissenswerte Informationen zu Geschichten, Erzählern, Fröschen und Prinzessinnen.

Ein besonderer Dank geht an all diejenigen, die mit Kunst zur Ausstellung beigetragen haben: Ilze Orinska, Lettland, Szilard Huszank, Ungarn, Irina Valkova , Russland, Barbara Beutner, Hamburg, Helga Kasüske, Itzehoe, Sabina Grzimek, Berlin.
Die Leihgaben in der Ausstellung wurden zur Verfügung gestellt vom Theaterfigurenmuseum Lübeck, dem Märchenmuseum Bad Oeynhausen, dem Hamburger Schauspielhaus, A.T. Schaefer, Stuttgart, sowie der Theaterkunst GmbH Berlin.


Weitere Texte zu der Ausstellung

Märchen haben (wieder) Konjunktur
Einführung zur Ausstellung der Toepfer-Stiftung von Herrn Prof. Dr. Klaus Roth, Mitherausgeber Enzyklopädie des Märchens

Bettelkinder im Märchen und in der Wirklichkeit
Vortrag im Rahmen der Ausstellung von Frau Dr. Ingeborg Grolle, Historikerin



14. Februar bis 12. April 2012

"Das Finanzpaket" von Franz Dittrich

Ein talentiertes Sixpack

Vernissage: Dienstag, 14. Februar 2012, 18.00 Uhr

Ort: Galerie im Georgshof / Georgsplatz 10 / 20099 Hamburg

Begrüßung: Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. Dr. Martin Illmer, Vorstandsmitglied Hamburger Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes e. V.

Einführung: Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer Bucerius Kunst Forum und Programmleiter Förderbereich Kunst und Kultur ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

 

In diesem Jahr stellt die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zum dritten Mal ihre Räumlichkeiten für den Neujahrsempfang der Hamburger Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes zur Verfügung. Hieraus ist inzwischen eine Freundschaft entstanden, aus der die Idee geboren wurde, Stipendiaten der Studienstiftung eine Ausstellung in der Galerie im Georgshof zu ermöglichen.

Katja Aufleger beschäftigt sich im weitesten Sinne mit dem Raum – vom geometrischen über den Denkraum bis zum Weltraum. Für die Ausstellung hat sie eine Schallplatte entwickelt, auf der die Erde hörbar ist. Die Höhendaten der Erde wurden in Frequenzen übersetzt, so dass Berge und Kontinente zu hörbarer abstrakter Musik werden. Die Arbeiten von Suse Itzel kreisen um das Thema Palimpsest, dem Vorgang des Wiederbeschreibens. So knüpft sie beispielsweise Teppiche leer, um sie danach in einem aufwendigen Verfahren mit den Fusseln wieder zu bekleben. Für Nina Hollensteiner ist die Erkundung des Alltäglichen von zentraler Bedeutung: das kann eine überdimensionierte Salzstange sein oder ein als Happening arrangiertes Mikadospiel. Samuel Seger bewegt sich mit feinsinniger Ironie und ausgeprägtem Blick für das Absurde an der Schnittstelle von Installation, Performance, Video und Objektkunst. Simon Reich reizt das Spiel mit dem kollektiven Bildgedächtnis. Er setzt sich kritisch mit dem Wahrheitsanspruch der Fotografie auseinander und baut Miniaturmodelle von profanen, jedoch real nicht existierenden Orten, die er dann fotografiert. Die Skulpturen von Franz Dittrich weisen kunsthistorische Bezüge auf, spiegeln aber auch aktuelle soziale und politische Themen wider, wie das „Finanzpaket".



23. November 2011 – 27. Januar 2012

Zurückgelassen

Ausstellungseröffnung am 23. November um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Einführung durch Ulrich Rüter, Fotohistoriker
und Reinhard Fiedler, Kommunikation und Innovation, Stadtreinigung Hamburg

 

Zur Ausstellung

Für die Reihe „Zurückgelassen“ fotografierte Friederike Brandenburg Zivilisationsrelikte in scheinbar unberührter Natur. Fündig wurde sie auf ihren Reisen durch Norwegen, Neuseeland, Island und die USA. Ein verrosteter LKW am Berghang, lange Rohre in der verschneiten Weite, Metallgegenstände am verlassenen Strand – was zunächst wie ein Widerspruch erscheint, verbindet sich in Friederike Brandenburgs Werken zu einer ästhetischen Komposition. Ihre Bilder sind keine Naturaufnahmen, die anklagend auf die von Menschenhand zurückgelassene Gegenstände verweisen. Vielmehr zeigen sie, wie die Natur sich diese Objekte  aneignet, sich den Raum zurückerobert und sie letztendlich überdauert. Die Bilder wirken wie intime Beobachtungen, in denen die zurückgelassenen Gegenstände leise Verwunderung hervorrufen und ein Urteil allein dem Betrachter überlassen.

Friederike Brandenburg,, *1983 in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen), studierte von 2003-2009 Kommunikations-Design an der Folkwang Hochschule Essen und an der Kunsthochschule Oslo. Auf dem Land aufgewachsen, verband sie schon immer eine große Nähe zur Natur, die sich auch in ihren Arbeiten niederschlägt.  Friederike Brandenburg stellte ihre Werke u.a. in der Zeche Zollverein Essen, bei der Deutschen Börse und im Goethe Institut in Washington D.C. aus. 2009 wurde sie beim Fotobuchfestival Kassel für ihren Fotobuch-Dummy „Waidwerk“ ausgezeichnet. 2010 erhielt sie den C/O Berlin Talents Award für ihre Serie „Zurückgelassen“.

 



7. September bis 11. November 2011

Hamburger Brücken - radiert | fotografiert

Ausstellungseröffnung: am Mittwoch, 7. September 2011, 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung: Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Einführung: durch Heinz-Peter Schultz, Kurator Sammlung Hamburger Sparkasse und Dr. Jan Zimmermann, Historiker, im Gespräch mit Prof. Helmut Klein

Zur Ausstellung

2500 Brücken aus Eisen und Stahl, Beton und Backstein prägen das Stadtbild Hamburgs. Die erste dieser Brücken war sicherlich eine Klappbrücke, die Besuchern Einlass gewährte oder verwehrte. Immer da, wo Hamburg weiter wuchs, wurde auch eine Brücke gebaut: um Güter zu transportieren, Wege zu verkürzen, den Hafen durch Schienen und Straßen mit dem Hinterland zu verbinden, den Verkehr durch die Stadt zu lenken oder dem Eisenbahnverkehr und der Hochbahn eine Trasse zu geben. Hamburgs Brücken haben einen hohen Nutzwert und sichern seit jeher den Wohlstand seiner Bürger. Aber nicht nur das. Viele Hamburger Brücken sind architektonische Meisterwerke von großer Schönheit.

Der deutsch-norwegische Maler und Grafiker Rolf Nesch war der erste von außerhalb stammende Künstler, der sich systematisch mit den Hamburger Brücken befasste. Er radierte 1932 den Zyklus Hamburger Brücken und realisierte dabei technische Neuerungen in der Grafik. Er entdeckte z.B. Lichteffekte, die bei Durchätzung einer Radierplatte im Druck  entstanden, und kombinierte Hoch- und Tiefdruckverfahren.

Rolf Nesch, *1893 in Oberesslingen/Neckar, studierte bei Oskar Kokoschka in Dresden und  wurde von Ernst Ludwig Kirchner beeinflusst. 1929 ließ er sich in Hamburg nieder und wurde Mitglied der Hamburger Sezession. 1933 emigrierte Nesch nach Norwegen. 1975 verstarb er in Oslo.

Der österreichische Fotograf Helmut Klein hat in handwerklicher Präzision eine Auswahl der schönsten und wichtigsten Hamburger Brücken fotografiert und hat sich dabei der  Herausforderung gestellt, die drei Dimensionen dieser „Skulpturen" auf zweidimen­sionalen Bildern darzustellen. Seine Aufnahmen zeugen von gezieltem und kontrolliertem Spiel mit der Perspektive sowie Sparsamkeit mit Farbe, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Helmut Klein, *1945, wuchs in Wien auf, studierte Fotografie, Zeichnen und Malen. Er arbeitete als Pressefotograf und Bildreporter in Johannesburg und ist nach Stationen in Vancouver und Seattle seit 1981in Wien als Werbe- und Modefotograf für nationale und internationale Auftraggeber tätig. Er stellt seine vielfach ausgezeichneten Aufnahmen weltweit aus.



19. Mai – 15. Juli 2011

Njál, Kjartan und die Anderen- fotografische Streifzüge durch das sagenhafte Island von Kirsten Haarmann

Ausstellungseröffnung am 19. Mai 2011 um 18 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und Norbert Deiters, Leiter des Honorarkonsulats von Island in Hamburg

Einführung
Ansgar Wimmer im Gespräch mit Kirsten Haarmann und Andri Snær Magnason

Zur Ausstellung/Künstlerin

Wenn Kirsten Haarmann von ihrem Island-Projekt „Njál, Kjartan und die anderen“ erzählt, hat man die Szenerie sofort vor Augen: wie sie sich jeden Morgen in aller Frühe hektisch anzieht, die Kamera packt und alles fotografiert, was ihr vor die Linse kommt, weil sie keine Zeit verschwenden will. Denn das Licht auf Island verändert sich minütlich.So arbeitet Kirsten Haarmann seit Jahren: reisend und auf den Moment wartend. Bereits mit 14 Jahren begleitete sie ihren Vater durch Ostafrika. Ergriffen von der Reise- und Fotografierlust kaufte sie sich die erste Spiegelreflexkamera „mit allem Drum und Dran – ich war wie besessen.“ Nach der Ausbildung zur Fotografin bereiste sie zwei Jahre lang Asien und Australien. Später führten sie Reportagereisen immer wieder nach Russland, Osteuropa und Ostafrika.„

Njál, Kjartan und die anderen“ dokumentiert eine Reise nach Island. Inspiriert durch die Begegnung mit dem isländischen Autor Andri Snær Magnason, der 2010 den KAIROS-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. erhielt, besuchte Kirsten Haarmann Schauplätze alter Sagatexte. Im Gepäck trug sie die „Njáls saga“ und eine deutsche Übersetzung der „Laxdæla saga“, die sie auf einem Flohmarkt in Reykjavík entdeckte. „Eigentlich sind diese Island-Bilder untypisch für meine Arbeit, denn es sind nur wenig Menschen darin zu sehen“, sagt die Fotografin. „Trotzdem mag ich die Bildstrecke – sie gibt mir das Gefühl, etwas Altes neu aufgespürt zu haben.“

Ganz im Sinne der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die Island als Ehrengast empfängt, verschränken sich Kirsten Haarmanns Bilder mit Auszügen aus uralten Texten, deren Themen heute noch aktuell sind. So entsteht eine Text- und Bildlandschaft, die einen neuen Blick auf eine alte Kultur am Rande Europas wirft.


16. Februar – 15. April 2011

Die Weiße Rose - Der Widerstand von Studenten gegen Hitler, München 1942/43

Ausstellungseröffnung
am 16. Februar um 18 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Einführung durch Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Zur Ausstellung

Die Weiße Rose steht für Zivilcourage und mutiges Aufbegehren gegen die NS Diktatur. Die studentische Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl und Alexander Schmorell verbreitete in München ab Juni 1942 selbst verfasste Flugblätter, nannte darin die Verbrechen des Regimes beim Namen und rief die Bevölkerung zum Widerstand auf. Nur wenig ist bekannt , dass der Widerstand der Weißen Rose bis nach Hamburg reichte.

Hinter dem Namen „Die Weiße Rose“ standen als Kern die Münchener Medizinstudenten Alexander Schmorell und Hans Scholl, ohne die es die Widerstandsgruppe in dieser Form nicht gegeben hätte, sowie Christoph Probst, Willi Graf, Sophie Scholl und der Hochschulprofessor Kurt Huber. Zur Gruppe zählten auch mitarbeitende Sympathisanten wie Traute Lafrenz und Hans Conrad Leipelt. Mit ihrem öffentlichen Protest machte die Gruppe auf die Verbrechen des Dritten Reiches aufmerksam und rief zum passiven Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur auf. Noch heute gelten sie als Vorbilder für Zivilcourage im politischen und alltäglichen Leben.

Die Ausstellung der Weiße Rose Stiftung e.V. beschäftigt sich mit der Entstehung, den Mitgliedern und den Aktionen der Weißen Rose, dem Widerstand von Studenten gegen Hitler in München in den Jahren 1942/43. Ein Sonderteil der Ausstellung widmet sich dem Hamburger Zweig der Weißen Rose am Beispiel von Traute Lafrenz.

Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Hamburg und die Weiße Rose«, die von der Körber-Stiftung und der Weiße Rose Stiftung e.V. initiiert worden ist.


16. November 2010 - 28. Januar 2011

Szilard Huszank
Bewusst - Unbewusst

Ausstellungseröffnung am 16. November um 18 Uhr in der Galerie am Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Einführung durch Frank Parlow, Leiter "Neue Geschäftsfelder" bei der WELT-Gruppe, Berlin/Hamburg

Zum Künstler und zur Ausstellung

Szilard Huszank, geboren 1980 in Miskolc/Ungarn, studierte von 1999 – 2000 Zeichnung und Visuelle Kommunikation an der Károly Eszterházy Hochschule in Eger und von 2001 – 2008an der Ungarischen Universität der Bildenden Künste in Budapest. Von 2003 – 2009 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, 2009 wurde er von Prof. Peter Angermann zum Meisterschüler ernannt.

„Mit großem Ernst, doch keineswegs frei von Humor geht er einen künstlerischen Weg, wie er gegenwärtig eher die Ausnahme, darüber hinaus aber eigentlich nur selbstverständlich ist“, so beschrieb Peter Angermann seinen Meisterschüler Szilard Huszank.

Huszanks handwerklich ausgereifte, bislang zumeist realistische Malerei hat oft einen starken kunsthistorischen Bezug. Gekonnt zieht er in seine Arbeiten sein Wissen über die jüngere und auch die länger zurückliegende Vergangenheit mit ein und kombiniert immer neu. Dabei ist seine Malerei eigensinnig, er setzt sich frei über künstlerische und kunsthistorische Bewertungen hinweg. Zu jedem seiner Themen, sei es ein Akt, Interieur oder Stillleben, entstehen meist ganze Serien, die den Gegenstand unter verschiedenen Aspekten beleuchten.

In seiner neuen Serie „bewusst – unbewusst“ wendet er sich vermehrt auch dem Abstrakten zu. Die „Imaginären Landschaften“ stehen im Kontrast zu den gegenständlichen, klar komponierten Gemälden, die während eines Aufenthalts in Marseille entstanden sind. Immer aber steht die Natur im Vordergrund. Der Mensch selbst ist nur Beobachter, der durch die Augen des Malers auf Entdeckungsreise geht.
Szilard Huszank erhielt 2009 ein einjähriges Studienstipendium der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Stadtgalerie im Elbforum Brunsbüttel. Öffnungszeiten: Mi.- Sa. 15-18:00 Uhr, So. 11-18:00 Uhr und nach Vereinbarung.

 

 



07. September - 22. Oktober 2010

STEINE DES ANSTOSSES

Deutsche und lettische Schüler auf den Spuren deportierter Hamburger Juden nach Riga

Ausstellungseröffnung am 07. September 2010, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S

Einführung durch Dagmar Lücke-Neumann mit Schülerinnen und Schülern der Schule Möllner Landstraße

Zur Ausstellung

Die ehemalige Klasse R 10 der Schule Möllner Landstraße in Hamburg-Billstedt engagierte sich bereits ab Klasse 5 für eine Paketaktion an Holocaust-Überlebende im Baltikum, nachdem eine kleine Schülergruppe einem gemeinnützigen Verein beim Packen von Chanukka-Paketen geholfen hatte. Ab Klasse 6 (2005) übernahm die Klasse unter Leitung ihrer zwei Klassenlehrerinnen die gesamte Paketaktion. Im November eines jeden Jahres bis 2009 wurden die Pakete zu den Johannitern und Maltesern gebracht, die für den Transport der Pakete mit Gütern des täglichen Bedarfs nach Litauen und Lettland sorgten. Dort trafen sie rechtzeitig zum Lichterfest (Chanukka) bei den Überlebenden des Nationalsozialismus ein, die sehr bedürftig sind. Sie haben zum größten Teil keine Wiedergutmachungsgelder erhalten und leben in sehr einfachen Verhältnissen.

Mit Hilfe einer Zeitzeugin aus Lettland wurde der Kontakt zu einer Schule in Riga hergestellt, und die Idee, ein gemeinsames Geschichtsprojekt, das den Spuren von Hamburg nach Riga deportierter Juden nachgeht, konnte verwirklicht werden. Dabei sollte das Leben vor 1933 in Hamburg beleuchtet und Antworten auf Fragen nach den Gründen der Judenverfolgung, den Deportationen, den Orten des Schreckens, nach Tätern und Mitwissern, nach stillen Helden und Helfern und vor allem nach Überlebenden und ihrem Neuanfang in der Fremde gefunden werden.

Das Projekt wurde durch das Förderprogramm „Europeans for Peace“ aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Berlin, das EU-Förderprogramm „Jugend in Aktion“, Bonn, und Eigen- und weitere Drittmittel gefördert. So konnten zwei Klassenfahrten der Rigaer und Hamburger Schüler und Schülerinnen für Forschungen in Riga und Hamburg durchgeführt und eine Ausstellung samt begleitender Broschüre erstellt werden. Die Arbeitsergebnisse wurden nach einer ersten Information der Öffentlichkeit in einer Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme vorgestellt und sind nun in der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zu sehen.

 


24. Juni - 03. September 2010

Faszination Schach – Zwischen Strategie und Völkerverständigung

Ausstellungseröffnung am 24. Juni 2010, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S

Einführung durch Hendrik Schüler, Vorsitzender Schachklub Johanneum Eppendorf (SKJE) e.V., im Gespräch mit Niclas Huschenbeth, Deutscher Schachmeister 2010, und Kindern /
Jugendlichen der Schachgruppe am Wilhelm-Gymnasium


Zur Ausstellung

Die Ausstellung zeigt die vielfältige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Strategiespiel Schach, aber auch Figuren und Schachbretter laden dazu ein, die verschiedenen Bestandteile des Schachs und ihre filigrane Gestaltung näher zu betrachten. Die Ausstellung thematisiert die Symbolhaftigkeit der Figuren, die Bedeutung des Spiels für unsere Alltagswelt und lässt erahnen, warum das Schachspiel Quelle und Inspiration zahlreicher Erzählungen und Filme geworden ist.

Kaum ein anderes Spiel übt so viel Faszination aus wie das Schachspiel. Ob als Methode, dem König den Wert seiner Untertanen zu verdeutlichen, als Friedensphilosophie, als psychiatrisches Heilmittel oder als Denksport: Schach ist von Mythen umwoben und vereint die verschiedensten Elemente in sich. Die Geschichte des Schachs reicht bis nach Indien, wo die Ur-Form Chaturanga angeblich bereits 500 n. Ch. entstanden sein soll. Die moderne Geschichtsforschung hat das Rätsel der Herkunft des Schachspiels
nicht lösen können, doch früheste Zeugnisse geben Einblick ins Dunkel um die Entstehung des Spiels. Schach gehört heute zu den populärsten Brettspielen der Welt und findet sich sogar in Redewendungen wie „im Zugzwang stehen“ oder „jemanden in Schach halten“ in unserer Sprache wieder.

Das Schachspiel verlangt eine kritische Distanz beim eigenen Handeln sowie eine hohe Denkleistung und Spielverständnis, es bestraft Ungeduld und Selbstüberschätzung, fordert Fairness und Respekt und fördert gegenseitiges Verständnis. So finden sich in diesem Strategie-Spiel auch Elemente einer Philosophie des Friedens und der Völkerverständigung.

Die ausstellenden Künster sind ehemalige Stipendiaten der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: Andrei Egli · Rumänien, Karolina Freino · Polen, Elín Hansdóttir · Island, Szilard Huszank · Ungarn, Janusz Janczy · Polen, Gašper Jemec · Slowenien, Ilze Orinska · Lettland. Zusätzlich werden Arbeiten der Hamburger Künstlerin Elke Rehder gezeigt.



31. März - 10. Juni 2010

„…eines der wichtigsten und würdigsten Geschäfte…“ (J.W. von Goethe)

Literaturpreisträger der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und ihre Übersetzer

Ausstellungseröffnung am 31. März, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Einführung durch Peer Øhrgaard, Steffens-Preisträger 2001, im Gespräch mit Melanie Walz, Straßburg-Schülerpreisträgerin 1972

Zur Ausstellung

Die meisten Bücher werden nicht im Original gelesen, sondern in der Muttersprache des Lesers. Übersetzer haben die wichtige Aufgabe, Einblick in fremde Sprachen, Denkweisen und Lebensarten zu geben. Sie tragen damit wesentlich zum Verständnis der Kulturen bei.

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. hat viele bekannte Schriftsteller unter ihren Preisträgern, die mit hervorragenden Übersetzern zusammenarbeiten. Die Ausstellung nähert sich am Beispiel von sieben Autoren und ihren Übersetzern der Kunst der literarischen Übersetzung an. Sie versucht, die Transferarbeit von Denk- und Lebensweisen sichtbar und erfahrbar zu machen und berichtet u.a. in Textauszügen, Korrespondenzen, persönlichen Erinnerungsstücken und kleinen Geschichten von der Zusammenarbeit zwischen Autoren und ihren Übersetzern. Die Übersetzer erzählen von Problemen und Freuden ihrer Arbeit und dokumentieren die Entstehung ihrer Texte. Die gemeinsame Darstellung der Lebensläufe versucht, dem Geheimnis des Verstehens und Vermittelns auf die Spur zu kommen.

Viele Fragen stellen sich: Ist es überhaupt möglich oder ratsam, einen Text „wortwörtlich“ zu übersetzen? Wie viel eigene Dichtung darf der Übersetzer einbringen? Kann er das Original vermitteln? Wie stark spielt das kulturelle Umfeld eine Rolle? Wie verfährt ein Übersetzer mit Wortspielen oder Dialekten?

In unserer Bücherecke haben Sie die Möglichkeit bei Kaffee oder Tee in den ausgestellten Originalen und Übersetzungen zu lesen.



12. Januar - 23. Februar 2010

Generation Üç
Fotografien von Veit Mette

Ausstellungseröffnung am 12. Januar, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Einführung durch Veit Mette im Gespräch mit Mustafa Bayram, Vorstand Coach e.V., Köln  und Stein-Preisträger 2007 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Zur Ausstellung

„Wer bin ich und woher komme ich?“ – ist die Frage, die sich viele türkische und kurdische Jugendliche der dritten Generation einstiger Migrantenfamilien  - der GENERATION  Üç - stellen.

Der Bielefelder Fotograf Veit Mette  zeigt in der gleichnamigen Ausstellung ausdrucksstarke Fotos von alltäglichen Situationen der jungen Leute in ihrer Umgebung. Jugendliche, die in Deutschland geboren sind und deren Leben oft von den unterschiedlichen Werten zweier Kulturen geprägt ist. Zwischen der muslimisch-patriarchalischen Familienstruktur und der auf  Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung angelegten deutschen Gesellschaft muss die Balance gehalten werden. Obwohl viele sich ein Leben ohne deutsche Rechte nicht mehr vorstellen können, hängen sie doch mit dem Herzen an ihren „Heimatländern“ und befinden sich unentwegt auf der Suche nach sich selbst und einem Platz in der Gesellschaft. Oft stellt dies eine Zerreißprobe dar, denn auf dem Weg in ein freies, individuelles Leben, müssen sie bereit sein, Einiges aufzugeben, ohne zu viel von ihrer kulturellen Identität zu verlieren.

Veit Mettes Fotoreihe ist eine Reise in die Welt dieser Jugendlichen, die eine Brücke bauen will zwischen einer ganzen Generation junger Menschen und der Gesellschaft, in der sie leben. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bielefeld.

Nach einem Studium der Kunstpädagogik, arbeitet Veit Mette seit zwanzig Jahren als freier Fotograf und veröffentlicht seine Bilder in den Magazinen der Zeit und der Süddeutschen, im Stern und bei Life. Außerdem beteiligt er sich an der Gestaltung von Ausstellungen und Büchern, wie dem Bildband zum 75-jährigen Bestehen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.


15. Oktober - 11. Dezember 2009



Reflexionen
Fotoausstellung im Rahmen von NatuRegio - Trainees for Nature von Angel Ispirev und Alexander Ivanov

Ausstellungseröffnung am 15. oktober, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Einführung durch Angel Ispirev und Alexander Ivanov
Grußwort von Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul der Republik Bulgarien

Zur Ausstellung

In der Ausstellung „Reflexionen“ werden Darstellungen einer noch wenig berührten Natur mit   Aufnahmen kontrastiert, die die immer noch fortschreitende Zerstörung bisher intakter Ökosysteme in Bulgarien dokumentieren. Hinter der Ästhetik des Motivs, die alle Fotografien verbindet, verbirgt sich eine Entwicklung unkontrollierten wirtschaftlichen Wachstums und häufiger Gesetzesmissachtung, die  die verbliebenen bulgarischen Naturlandschaften bedroht. Ziel der Ausstellung ist es, diese Problematik ins Bewusstsein der lokalen Öffentlichkeit zu heben. Sie ist Kern des Projekts „Stolen Heritage“, das der Forstwissenschaftler Angel Ispirev im Rahmen des Projekts „NatuRegio“ in Zusammenarbeit mit dem mehrfach ausgezeichneten bulgarischen F otografen Alexander Ivanov, dessen künstlerischer Schwerpunkt Naturfotografie ist, verwirklichte.

Das NatuRegio-Projekt zielt auf die Förderung eines modernen, zukunftsfähigen Naturschutzes in Rumänien und Bulgarien durch die Vorbereitung konkreter Projekte und deren Umsetzung vor Ort sowie  begleitender Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen ab. Das Hauptaugenmerk  liegt auf    Fragen des Managements von Großschutzgebieten und eng damit verknüpfter Probleme der Regional­entwicklung ländlicher Regionen. Auch soll das  Projekt dem Aufbau eines grenz­über­greifen­den Netzwerks rumänischer, bulgarischer und deutscher Naturschutz-Nachwuchskräfte dienen, das ihnen eine erfolgreiche Entwicklung und Implementierung von Projekten und eine Integration in die internationale „scientific community“ des Umwelt- und Naturschutzes ermöglicht. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und lädt jährlich je fünf Nachwuchs­kräfte aus dem Naturschutzsektor Rumäniens und Bulgariens ein. Bei den jeweiligen Abschlussworkshops werden die besten Projekte ausgewählt und besonders gefördert. Projektpartner sind die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, EuroNATUR, die Föderation EUROPARC und die Leuphana Universität Lüneburg. Förderer sind die Deutsche Stiftung Umwelt und die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Angel Ispirev ist Trainee 2007 aus Bulgarien.

 

17. September - 9. Oktober 2009

 

Wand(lungen)
Eine fotografische Rekonstruktion albanischer Kunst(ge)schichten

Ausstellungseröffnung am 17. September 2009, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof

Einführung durch Sonja Lau und André Siegers
Poetische Reflexion von Lindita Arapi, Herder-Stipendiatin 1998 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Zur Ausstellung

Die Ausstellung Wand(lungen) ist eine fotografische Revision bzw. Weiterführung des kuratorischen Projektes „Ri-Pikturim“ (Re-Paintings) von Sonja Lau, Alfred Toepfer Fellow für Innovation in der Kultur 2008/2010, und André Siegers, das im September 2008 an der Nationalgalerie Tirana, Albanien, entstand.

Im Spätsommer 2008 wurde die Nationalgalerie erstmals seit ihrer Einweihung durch Enver Hoxsha im Jahre 1956 substantiell renoviert. Während des kommunistischen Regimes mehr ein Ort der Macht denn der Kunst, wurde das Museum für das Projekt „Ri-Pikturim“ zu einem temporären Künstleratelier. Eingeladen waren albanische Maler, um eines ihrer Werke aus der kommunistischen Zeit neu zu interpretieren. Die roten Wände des Museum stellten die Leinwand für Wandgemälde, deren Existenz absehbar sein sollte. Im Zuge der fortschreitenden Renovierungsarbeiten verschwanden die neuen Werke wie in einer umgekehrten kulturellen Archäologie unter dem neuen weißen Anstrich der Galerie und markierten das Ende der Ausstellung. Das Bemalen der Wände wurde so zu einer symbolischen Geste: zu einem Kommentar über das Erscheinen und Verschwinden, zu parallelen Kunst(ge)schichten und nicht zuletzt zu einer Reflexion über das Persönliche und das Institutionelle.

Die ausgestellten fotografischen Arbeiten geben Einsicht in diesen Prozess der „institutionellen Schichtung“. Von den ersten Pinselstrichen bis hin zur endgültigen Übermalung der Wände verstehen sie sich als inszeniertes Zeitdokument dieser besonderen institutionellen Veränderung, bemüht um den Verweis auf die gesellschaftliche Parallele des Projektes “Ri-Pikturim” im politischen Kontext Albaniens: den langsamen und oftmals chaotisch verlaufenden Wandel von einem ehemals sozialistischen Staat zu einer parlamentarischen Republik.

Sonja Lau, *1981 in Düsseldorf, studierte Film und Kunstgeschichte in Paris und Berlin. Sie absolvierte 2007 ihren Master in “Curating and Critical Writing” am Chelsea College of Art and Design in London. Sie lebt und arbeitet in London.

 

2. Juli - 11. September 2009

 

Ashore - Radierungen von Anja Klafki

Ausstellungseröffnung am 2. Juli, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Silke Eikermann-Moseberg, Leiterin der Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel, im Gepräch mit Anja Klafki

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Anja Klafki, geb. 1967 in Eckernförde, studierte von 1987-1988 Kunstgeschichte und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von 1989 – 1997 Freie Kunst / Freie Grafik bei den Professoren Bauer und Thieme an der Muthesius-Hochschule, Kiel und 1992 als Gaststudentin am Icelandic College of Art and Crafts in Reykjavik, Island. Ihre Diplomarbeit wurde mit dem Stipendium  Nordwest-Lotto Schleswig-Holstein ausgezeichnet.  Seitdem war sie freischaffend in Kiel tätig und hatte von 1999 - 2000 einen Lehrauftrag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Stuttgart.

Anja Klafki beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Radierung und hat eine eigene Bildsprache entwickelt. Ihr Handwerkzeug ist die Metallplatte, das Papier und die Druckpresse. Sie bearbeitet Zinkplatten mit Hammer und Stechbeitel, für Druckgrafik ungewöhnliche Werkzeuge, mit denen sie die Oberfläche aufreißt und strukturiert. Die Künstlerin schlägt aus den Zinkplatten Teile heraus und fügt sie zu Motiven zusammen. Die Platten wirken durch die bildhauerische Bearbeitungsmethode wie Skulpturen, die Drucke changieren in metallischen Farbnuancen.

Seit einigen Jahren hat sich Anja Klafki dem Thema Landschaft zugewandt. Die Frage, wie viel Reduziert­heit ausreicht, um Landschaft visuell zu definieren, beschäftigt sie ebenso wie die Frage, wie viel Reduziertheit die Spannung zwischen farbiger Fläche und weißem Papier fördert.  Das Charakteristische ihrer Arbeiten ist das Spiel zwischen abstrakter und gegenständlich konkreter Dokumentation von Landschaft, welches durch die Kombination von Radierung und Hochdruck in den Werkreihen ab 2006 noch verstärkt wird.

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. stellt mit Anja Klafki eine der wichtigsten jungen deutschen GrafikerInnen vor. 

Weitere Eindrücke vermittelt die Homepage der Künstlerin.

 

14. Mai - 26. Juni 2009

Isola di San Servolo, Venedig, Acryl auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2009

 

Johannes Nawrath - Italienische Sehnsuchtsorte

Ausstellungseröffnung am 14. Mai, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Dr. Wolfgang Schömel, Literaturreferat der Behörde für Kultur, Sport und Medien

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Johannes Nawrath, geb. 1955 in Neheim-Hüsten/Sauerland, studierte von 1975-81 Kunstgeschichte in Marburg und Hamburg, arbeitete seit 1981 als freier Grafiker und begann 1984 zu malen, zunächst mit Plakafarbe auf Karton, ab 1994 mit Acryl auf Leinwand.

Johannes Nawrath gehört in die lange Reihe deutscher Künstler und Literaten, die seit Ende des 18. Jahrhunderets Italien besuchten. In den letzten Jahren führten ihn mehrere Reisen nach Siena und in die Toskana, nach Rom und zuletzt, 2007, nach Venedig. Von jeder dieser Reisen brachte er Motive mit und malte Bilder, die ebenso typisch für die dargestellten Landschaften und Städte sind wie für seine Sicht und Darstellung der Welt.

So entstand im Laufe der letzten acht Jahre ein Panorama italienischer Sehnsuchtsorte, das den vertrauten Blick vieler Italienbesucher einerseits bestätigt, andererseits unsere Wahrnehmung durch Motivauswahl, Perspektive und Atmosphäre erweitert und verändert.Nicht nur wegen Nawraths Sichtweise sagte Robert Gernhardt über seine Kunst, sie sei »einfach eine Schule des Sehens«, und der ungarische Essayist und Kunsttheoretiker László F. Földényi schrieb: »Je länger ich Nawraths Bilder betrachte, desto mehr scheint die Welt, die sich vor meinen Augen öffnet, eine hauchdünne, feine, nahezu transparente, über ein Nichts gespannte Fläche zu sein, die jeden Moment reißen kann, um der hinter ihr gähnenden Leere Platz zu machen. Doch bis dahin herrscht sie straff und glanzvoll über alles. Die Gemälde vergegenwärtigen einen zeitlosen – oder vorletzten – Moment, in dem alles irgendwie zum Stillstand gekommen ist.« Die Bilder von Johannes Nawrath sind im Wissen um die Vorläufer gemalt, in der Reflexion und Brechung der Tradition verstehen sie sich als Fortsetzung und Hommage.

Mit dieser Ausstellung einer Auswahl der Acrylbilder aus Rom, Venedig und der Toskana zeigt die Galerie im Georgshof einen zeitgenössischen künstlerischen Ausdruck deutscher Italiensehnsucht.

Weitere Informationen zu Johannes Nawrath finden sie auf der Homepage des Künstlers

 

4. März - 24. April 2009

Landschaft mit Mond I, Öl auf Leinwand, 30 x 30 cm, 2007

 

Ilze Orinska - naturalia

Ausstellungseröffnung am 4. März, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Mario Zetzsche, Riga (Alfred-Toepfer-Fellow für Innovation in der Kultur 2006 - 2008 am Museum für zeitgenössische Kunst Lettlands, Riga) im Gespräch mit der Künstlerin

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Ilze Orinska, geb.  1968 in Rezekne, Lettland, studierte Malerei an der Kunstakademie Lettlands in Riga. Nach Abschluss ihres Studiums kam sie 1990 im Rahmen eines Studentenaustauschprogramms des DAAD nach Bremen. 1992 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen und schloss ein Meisterschülerstudium an. Die Künstlerin lebt in Berlin.

Ilze Orinska arbeitet hauptsächlich in der klassischen Technik der Ölmalerei. Seit einigen Jahren aber steht neben Malerei auch Fotografie im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Sehnsucht, Sinnlichkeit und Vergänglichkeit, das Nachdenken darüber, was es heißt, ein sehender Mensch zu sein, sind die Themen der Künstlerin.

In der Ausstellung naturalia wird »Natur« zumeist in Nahsicht wiedergeben. Es sind Motive, die die Sehnsucht des Stadtmenschen nach unverfälschter Natur, nach einfachem, geordnetem Leben hinterfragen. Erst bei eingehender Betrachtung fallen besondere Eigenschaften der abgebildeten Dingwelt ins Auge, etwa die faule Stelle an einer Frucht oder die unnatürliche Körperhaltung einer Katze. Verbindendes Element ist die Transformation, der Übergang von einem noch nicht ganz abgeschlossenen in einen noch nicht ganz erreichten neuen Zustand. Der in altmeisterlicher Manier behandelte Malgrund dient als Transportmittel für existenzielle Fragen nach der Fragilität jeglichen Lebens und der Gnadenlosigkeit der »schönen« Natur. In den großen Formaten entrückt die abgebildete Welt ins Atmosphärische, löst sich auf in Licht, Luft und Tiefe; vom Irdischen bleibt oft nur noch ein dünner, unerreichbar wirkender Streifen am unteren Bildrand übrig.

Die Fotos hingegen erzählen von in der Natur lebenden Menschen, von Reisebegegnungen oder der Familie der Künstlerin. Dafür verwendet sie ca. 20 Jahre überlagertes, so dass der Zustand und die Widerstandsfähigkeit jedes Filmabschnittes und somit wesentlich der Zufall die Ergebnisse bestimmen. Auch hier findet Entrückung statt; es wird von der Unmöglichkeit erzählt, das Leben festzuhalten.

Ilze Orinska war Programm-Stipendiatin 1998 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. im Jahre 1998.

 

 

20. Januar- 27. Februar 2009

Foto: Landesarchiv Berlin

Haymatloz - Exil in der Türkei

Ausstellungseröffnung am 20. Januar, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Dr. Christine Fischer-Defoy (Vorsitzende Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.), Musik von Gökhan Sarpkaya

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Die Türkei war kein klassisches Ziel für Verfolgte aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Trotzdem fanden weit mehr als 1.000 Flüchtlinge in Ankara oder Istanbul eine sichere Bleibe. Als Architekten, Mathematiker, Biologen, Juristen oder Musiker waren sie in der Türkei sehr willkommen, denn das Land befand sich seit 1923 auf Kemal Atatürks radikalem Reformkurs. Experten aus dem Ausland konnten und sollten dabei nachhaltige Impulse geben und helfen, eine moderne Türkei zu verwirklichen.

Zu den bekannteren Personen gehören u.a. der Bildhauer Rudolf Belling, der Schriftsteller George Tabori, der Architekt Bruno Taut und nicht zuletzt Ernst Reuter, der erste Oberbürgermeister Westberlins nach 1945.

Haymatloz dokumentiert die Lebenswege deutschsprachiger Emigranten in der Türkei anhand von Skizzen bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, bestehend aus einer zitierten Selbst­äußerung und einer Chronologie der wichtigsten Lebens- und Schaffensdaten, illustriert mit persönlichen Fotos. Darüber hinaus werden Spuren aufgezeigt, die die ausländischen Experten sowie ihre Schülerinnen und Schüler bis heute sichtbar hinterlassen haben.

Die Ausstellung Haymatloz wurde vom Verein Aktives Museum erarbeitet und zusammen mit dem Goethe-Institut und der Akademie der Künste, Berlin, erstellt. Sie entstand mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie unter der Schirmherrschaft von Barbara John, der damaligen Ausländer­beauftragten des Senats von Berlin.  Haymatloz war 1998 zunächst in Istanbul und ab 2000 in erweiterter Form in vielen Städten Deutschlands gezeigt worden. 2008 wurde die Ausstellung neu gestaltet. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zeigt sie erstmals in dieser Neufassung in Hamburg.

 

 

29. September - 19. Dezember 2008

 „Den Wald vor lauter Bäumen….“ Radierungen von Anthonie Waterloo

Ausstellungseröffnung am 29. September, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Prof. Dr. Herwig Guratzsch (Vorstand Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf) und Dr. Uta Kuhl (Leiterin der Museumspädagogik auf Schloss Gottorf).

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Anthonie Waterloo *1610 in Ryssel/Flandern, dem heutigen Lille/Frankreich, † 1690 in Utrecht/Niederlande. Anthonie Waterloo war nicht nur ein bedeutender Maler, seine Leidenschaft gehörte den Zeichnungen und Radierungen. Seine Lieblingsmotive waren Bäume und Wald, die er mit zurückhaltenden bildnerischen Mitteln detailgetreu und stimmungsvoll, aber
ohne Dramatik darstellte. Seine Arbeiten entbehrten jeglicher barocker Überschwenglichkeit und verliehen damit dem beginnenden
neuen Zeitgeist Ausdruck.
Waterloo galt als Meister der Landschaftsdarstellung. Er hinterließ ein umfangreiches Werk von Landschaftsradierungen, das sich bereits
zu seiner Zeit großer Beliebtheit erfreute. Aber auch Kunsthändler und Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts schätzten Waterloos
Technik der genauen Naturwiedergabe und erkannten in ihm ihr Vorbild. Dem Artifiziellen abgeneigt, strebte Waterloo die unauffällige
Natürlichkeit im Landschaftsbild an. Eben diese Art der Darstellung löst eine besondere poetische Stimmung aus. Da Waterloo erst nach
Beendigung des 30jährigen Krieges größere Reisen unternehmen konnte, suchte er seine Motive zunächst in der Umgebung der Städte,
in denen er lebte. Die überlieferten topografischen Zeichnungen besagen, dass Waterloo später u. a. auch Hamburg und dessen Umkreis
bereiste. Seine Altona-Zeichnungen haben auch heute noch einen besonderen Wert. Sie sind die einzigen Dokumente von Altona, das,
1664 zur Stadt ernannt, durch Kriegswirren im Jahre 1713 fast völlig nieder brannte.
Über Waterloos Leben ist wenig bekannt. Seine Familie war vermutlich aus Glaubensgründen aus den damals von Spanien beherrschten
katholischen Niederlanden, dem heutigen Belgien, in die befreiten nördlichen Provinzen ausgewandert. Der Künstler lebte teils in
Amsterdam, teils in Leeuwarden, später in Utrecht und dessen ländlicher Umgebung.

Die Kunstsammlung der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die jüngst inventarisiert wurde, bewahrt insgesamt 27 Arbeiten von Anthonie
Waterloo, die in dieser Ausstellung gezeigt werden.

 

11. Juni - 9. September 2008

 

Ausstellung: Exil am Mittelmeer - Deutsche Schriftsteller in Südfrankreich von 1933 - 1941
Ein Kooperationsprojekt mit der Agentur Initiative Literatur, das Filme, Vorträge und ein Multimedia-Projekt umfasst. (Details auf der Homepage der Agentur)

Vernissage: 10. Juni 2008, 18:00 Uhr

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Hamburg-Marseille wurde das Projekt "Fluchtpunkt Marseille. Leben im Exil 1933 bis 1941" ins Leben gerufen.  Herzstück des Projektes ist die Ausstellung der Monacensia, Literaturarchiv und Bibliothek in der Münchner Stadtbibliothek mit Leihgaben von Georg P. Salzmann, Exil am Mittelmeer. Deutsche Schriftsteller in Südfrankreich von 1933-1941.

Die Ausstellung dokumentiert die Lebens- und Arbeitsbedingungen deutscher Schritfsteller im südfranzösischen Exil und den Einsatz mutiger Fluchthelfer , mit Briefen, Fotos und Unterlagen vor allem aus dem Archiv der Monacensia in München.
Kuratoren: Ulrike Voswinckel, Frank Berninger.

Rede zur Ausstellungseröffnung von Ulrike Voswinckel.

 

12. April - 16. Mai 2008

Vilniusser Palast, 2004

Zwischen Liebe und Tod- Spuren litauischer Architektur

von Vytautas Michelkevicius

"Zwischen Liebe und Tod - Spuren litauischer Architektur" ist eine künstlerische Untersuchung des kollektiven Gedächtnisses und seiner Repräsentationen in der sowjetischen Architektur. Auf einer psychogeografischen Exkursion mit dem Fotoapparat durch das gegenwärtige Vilnius wird an vier Palästen Halt gemacht, die Institutionalisierungen von grundlegenden Etappen im menschlichen Leben sind. Es sind der Hochzeitspalast, der Bestattungspalast, der Kultur- und Sportpalast und die zukünftige Nationale Kunstgalerie (das ehemalige Revolutionsmuseum der Litauischen SSR). In der Videoarbeit werden auf zwei Bildschirmen abwechselnd die Zerstörung eines der Bauwerke und Interviews mit Deutschen im öffentlichen Raum gezeigt, in denen sie gefragt werden, welche Funktionen diese vier Paläste haben könnten.

Vytautas Michelkevicius, geb. 1981 in Kaunas-Vilnius, war Herder-Stipendiat der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. im Jahre 2004.

 

3. – 7. März 2008

„Wir bauen uns eine demokratische Schule!“<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Eine Präsentation Hamburger und Prager Schülerinnen und Schüler des von der Stiftung geförderten Projektes in Prag anlässlich des Gegenbesuchs der Prager Schülerinnen und Schüler.

 

7. - 25. Februar 2008

Damian Le Bas, Gypsyland

Die Kunst der Anderen

Eine begleitende Ausstellung zur KAIROS-Preis-Verleihung an die ungarische Kunsthistorikerin Tímea Junghaus. Präsentiert wurde eine Auswahl von Werken aus „Paradise Lost“, dem ersten Roma-Pavillon der 52. Biennale in Venedig, der von Tímea Junghaus kuratiert wurde. Für die Ausstellung in der Galerie im Georgshof wurden Werke der britischen Roma-Künstler Daniel Baker, Delaine Le Bas und Damian Le Bas sowie Arbeiten des franzö­sischen Malers Gabi Jimenez, des ungarischen Künstlers András Kállai und der finnischen Malerin Kiba Lumberg ausgewählt.

 

 

 

27. August – 14. Dezember 2007

Imre Bak, Selbst - Bild - Gesicht

Imre Bak – Bilder von 2004 – 2007

Imre Bak ist seit Jahrzehnter der konsequenteste Vertreter des ungarischen Konstruktivismus. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. verlieh dem zeitgenössischen Künstler 1998 den Herder-Preis.

Sein konstruktivistischer Stil ist mit einer Farb- und Formenwelt verknüpft, die seine Bilder sehr persönlich, zuweilen schon fast intim werden lassen. Dies unterscheidet ihn von anderen weltweit bekannten ungarischen Konstruktivisten wie zum Beispiel Vilmos Huszár oder Lászlo Moholy-Nagy.

Die strenge und die formale Disziplin seiner neuesten Werke sind mit der Empfindsamkeit der Transzendenz verknüpft: Riesenbauten türmen sich auf den Leinwänden, endlose Räume öffnen sich, wobei der Betrachter sich doch nicht verloren oder bedroht fühlt. Im Gegenteil: Der Hang zur Metaphysik schafft für seine Bilder eine Aura, die dem Betrachter sowohl ästhetische wie existentielle Freude gewährt.

 

3. Juli – 14. August 2007

A. Paul Weber, Die Brücke von Mostar

Europa-Ansichten von A. Paul Weber

Die Kunstsammlung Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die jüngst umfassend inventarisiert wurde, bewahrt insgesamt rund 80 Arbeiten von A. Paul Weber. Die Ausstellung zeigt 30 Federzeichnungen mit Ansichten aus Europa. Weber fertigte sie 1963 als Auftragsarbeiten zur Ausstattung des Schiffes MS "STRASSBURG" an. Der seinerzeit größte Massengutfrachter Deutschlands lief im April 1963 als eigener Schiffsneubau der Alfred C. Toepfer Schiffahrtsgesellschaft bei Blohm & Voss vom Stapel und gehörte bis 1978 zur Toepfer-Linie.

 

 

 

7. – 31. Mai 2007

Plakatausstellung – Europäische Identität<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Eine Ausstellung zum Themenbereich „Was ist Wichtig“ in Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Die Studierenden Martha Luczak, Ulrike Jürgens und Kristin Schoch präsentierten ihre Plakate.

 

 

 

 

19. Februar – 11. April 2007

In Anwesenheit der Schirmherrin Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck wurden die künstlerischen Ergebnisse von insgesamt neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern ((Liv-Malin Hentschel, Alexander Hiltenberg, Johanna Kirsten, Christina Leege, Johanna Noack, Julian Rambow, Natalia Schäfer, Niklas Schütt und Irina Simukow) des „Heinz Spielmann-Begabtenstipendiums“ der Lichtwark-Gesellschaft e.V. präsentiert.
Die Dozentin des Kurses Annette Meincke-Nagy, Bildhauerin und Dozentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, Fachbereich Design,  einen Katalog mit ihren eigenen Arbeiten vor.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

4. Oktober – 29. Dezember 2006

Klimó

Ungarische Kunst der Gegenwart – Malerei von 1979 bis 2005

Károly Klimó, *1936 , studierte von 1956 bis 1962 an der Budapester Hochschule für Bildende Künste. Er erfuhr eine klassische Ausbildung, wandte sich aber bald der Abstraktion zu. Er zählt zu den Künstlern, die seit den frühen 70er Jahren den Anschluss an den Westen suchten und dadurch zu eigenständigen Wegen fanden. Károly Klimó orientierte sich an der Ästhetik der École de Paris. Er schuf neben Gemälden auch Gouachen, Zeichnungen, Mischtechniken, Druckgrafiken, Collagen und Materialbilder sowie Buchillustrationen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Seine erste Einzelausstellung hatte Klimó 1977 in Budapest. Zahlreiche Studienreisen führten ihn in mehrere europäische Länder, die USA, den Iran und Südkorea. Seit 1990 ist er Professor an der Kunsthochschule von Budapest. Er lebt und arbeitet in Budapest und am Plattensee. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in vielen Ländern der Erde gezeigt und sind u.a. in der Kunsthalle Mannheim, der Albertina Wien, dem Kunstmuseum Seoul und der Nationalgalerie in Budapest zu sehen. Károly Klimó gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Künstler der Gegenwart.

Der Künstler ist Herder-Preisträger 2005 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

 

16. Mai – 31. Juli 2006

Junge Polnische Kunst<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Spiele – Karolina Freino, Bildhauerei, Kunst im öffentlichen Raum, Alfred-Toepfer-Stipendiatin 2005

Karolina Freino, *1978, diplomierte 2003 im Fach Bildhauerei an der Akademie der Künste in Krakau.

Sie studierte am Edinburgh College of Art und nahm 2004 ihre Studien an der Bauhaus Universität in Weimar auf. Karolina Freino stellte in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Polen, Frankreich, Deutschland und Italien aus. Sie erhielt Preise der Stadt Stettin, erhielt Kunststipendien und gewann verschiedene Kunstwettbewerbe. Sie ist auf den Gebieten Bildhauerei, Zeichnen, Fotografie, Video und Sound tätig. Sie arbeitet oft interaktiv mit Installationen als Form des Dialogs in öffentlichen Räumen, Galerien und zu Hause.

 

Zwischenraum –  Janusz Janczy, Bildhauerei, Malerei, Shakespeare-Stipendiat 2001

Janusz Janczy, *1974, studierte bis 1999 Bildhauerei an der Akademie der Künste in Krakau, anschließend   bis 2003 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Janusz Janczy erhielt mehrere Stipendien und gewann den Gustav-Weidanz-Preis für Plastik 2002. Seine Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen in Polen und Deutschland zu sehen. Nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Tárnow 2003 begann er zu malen und nahm an Ausstellungen des Polnischen Künstlerverbandes in Tárnow teil.