Ketteler-Schule
Unmittelbar und nachhaltig sind die Angebote, die die Ketteler-Schule in Rheda-Wiedenbrück ihren Schülern macht. Förderklassen und Trainingsraum sind feste Institutionen im Schulkonzept.
In der „Förderklasse 9“ werden jene Schüler unterrichtet, die nach mehrmaligen Versuchen ihren Hauptschulabschluss wahrscheinlich erneut nicht schaffen werden. Parallel zum Unterricht gehen die Schüler dieser Förderklasse ein Mal in der Woche ins Praktikum, um sich bessere Chancen auf eine Lehrstelle zu erarbeiten. Ein gezieltes Bewerbungstraining bereitet sie auf die Stellensuche vor und zeigt ihnen, was wichtig ist.
Die zweite, noch stärker an Werten orientierte Institution an der Ketteler-Schule – der Trainingsraum – ist nicht etwa zur körperlichen Ertüchtigung gedacht, sondern zur geistigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun. Nach einem vorgegebenen Gesprächsleitfaden redet hier ein Lehrer mit dem Störenfried über sein Vergehen, über die Regeln, gegen die er verstoßen hat und was er besser machen kann. Durch diese unmittelbare Reflexion lernt nicht nur der Schüler aus seinem Verhalten, sondern der Unterricht an der Ketteler-Schule ist so gut wie störungsfrei möglich.
Jede Klasse erarbeitet sich ihre eigenen Verhaltensregeln. Allgemein gilt jedoch: War ein Schüler bereits zum sechsten Mal im Trainingsraum, findet ein Elterngespräch statt. Stört der Schüler weitere sechs Male den Unterricht, muss er zum Sozialkompetenztraining. Dort lernt er vor allem, sich seiner Gefühle bewusst zu werden und sie auszudrücken.
Für dieses weitreichende Auffangnetz, das auf die unmittelbare, nachhaltige und individuelle Vermittlung von Werten zielt, wird die Ketteler-Schule in Rheda-Wiedenbrück ausgezeichnet.

